Krien war ein entlegenes Waldgut und bestand ursprünglich aus zwei adligen Gütern Groß- und Klein-Krien. Groß-Krien ist ein kleines Gassendorf und Klein-Krien ein Sackgassendorf. Groß-Krien teilte sich in zwei Anteile.
Der eine Teil, ein Lehen der Familie von Zitzewitz, Eigentum  von Johann Ludwig von Liebermann.

Groß-Krien wurde dann durch Jakob Georg von Zitzewitz gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich Ernst von J.H. von Liebermann erworben.

Jakobs Sohn Kaspar Heinrich erbt neben anderen Gütern Groß- und Klein-Krien.
In der Familiengeschichte erscheint er als der Begründer des erloschenen Dumröser Zweiges.

Um 1784 hatte Groß-Krien zwei von einem Verwalter gepachtete Vorwerke, sechs Bauern, zwei Halbbauern, eine Schmiede, einen Schulmeister, auf der Feldmark  des Dorfes eine Wassermühle und ein Vorwerk mit Jägerwohnung, Acker, einem Büdnerhaus und 22 Feuerstellen.

Klein-Krien hatte ein Vorwerk zwei Vorwerke.
Das Erste mit zwei Halbbauern und einen Kossäten.
Das Zweite, auf der Feldmark des Dorfes neu angelegte Vorwerk nannte sich Charlottenhof hatte einen Bauern, zwei Halbbauern, einige Büdnerfamilien und dreizehn Feuerstellen.

Wegen seines überwiegend sandigen Bodens wurde es als Waldgut bezeichnet.

Im Jahre 1803 starb Kaspar Heinrich von Zitzewitz und hinterliess den gesammten Besitz einschließlich Groß- und Klein-Krien seinem Sohn Heinrich, mit dem der zweite Dumröser Zweig ausstarb.

Bei der Erbteilung in Jahre 1834 gingen Groß- und Klein-Krien auf den Zezenow geborenen Wilhelm von Zitzewitz über.
Er begründete den Bornziner Familienzweig. Zeitweilig hatte er seinen Wohnsitz in Groß-Krien und starb im Jahre 1892.

Sein zweiter Sohn Günther übernimmt Groß-und Klein-Krien zunächst in Pacht, erwirbt es dann im Jahre 1883 als Eigentum.
Er  widmet sich sehr der Forstwirtschaft sowie der Hege des Wildes.

Im Jahre 1878 baute er dann ein Herrenhaus, dass auf einem Hügel, ca. 300m nord-westlich der Alten Stolpe erntfernt stand.
Günther von Zitzewitz schuf ebenso den bis heute ca. 11,5 ha fassenden Gutspark.

Der Park wurde als Landschaftsanlage in Anlehnung an die vielfältige Skulptur des um das Herrenhaus liegenden Landes angelegt.
Das Herrenhaus selbst Stand nebst Auffahrt und Hof an der höchsten Stelle. Die Auffahrt zum Herrenhaus wurde durch reguläre Eichenpflanzungen unterstrichen.
Der Hof war und ist mit Kleinzypressen, sowie Eschen geziert.

Nördlich des Herrenhauses lag der zweite Hofteil, der vom ersten durch eine Steinmauer mit Treppe getrennt war.

Die weiteren Teile der Anlage haben bis heute einen typischen waldigen und natürlichen Charakter, mit tiefen Klämmen in Richtung des Flusses Stolpe.
Es existieren hier Aussichtsverbindungen zwischen der höher gelegenen Gartenanlage und dem Stolpetal.

Das Vorwerk lag südlich und östlich des Herrenhauses und war wegen seiner wäldlichen Umgebung des Gutes relativ klein mit nur einigen Gebäuden mit.u.a der bis heute stehenden Schmiede und Grosstall.

Im Jahre 1900 geht der Besitz in Folge der Erbteilung Wilhelm von Zitzewitz aus Bornzin über.
Nach seinem Tode 1927 verwaltete seine Frau Henriette den Besitz. Als letzte Inhaber wird die Zitzewitzsche Erbgemeinschaft namentlich erwähnt.

Das alte Herrenhaus war bis 1944 beliebter Treffpunkt für Adel und Politik. Es gibt sogar eine eigens für die Besucher gebaute Start-und Landepiste in 4 km Entfernung nördlich, die nach 1945 in das öffentliche Straßennetz eingegliedert wurde. 

Nach 1945 wird der Besitz verstaatlicht und wird sodann zum staatlichen Agararbetrieb "PGR Skaryszów, Gopsp. Kryznia", das Herrenhaus zunächst zum Wohnungebäude der Angestellten, danach zum Jägerhaus umfunktioniert.

Mitte bis Ende der vergangenen achtziger Jahre wurden Sanierungsarbeiten des Herrenhauses vorgenommen, während denen das Gebäude Feuer fing und vollständig abbrannte.

Mit der politischen Wende 1989 wurde der staatliche Agrarbetrieb stillgelegt und das Landgut wurde bis 2002 nicht bewirtschaftet. Seit 2002 wird es mit Leidenschaft von den neuen Besitzern und Pächtern in seine alte Schönheit versetzt und man betreibt ökologische Landwirtschaft, vorwiegend Schafzucht, die sich prächtig und harmonisch in die Gegend um den Gutshof einbindet. Heute ist es wieder malerisch schön wie einst.

Nun ist die Zeit gekommen das alte Herrenhaus wieder aufzubauen und dem Gutshof wieder eine hochwertige Funktion zu verleihen, sei es als Residenz, Hotel, Sanatorium oder Jagdhaus.

Dies ist ein Aufruf an interessierte Investoren oder Käufer!